Fabienne Immoos

Fabienne Immoos (*1989 in Zug, lebt und arbeitet in Kriens/Luzern) befasst sich genre- und materialübergreifend mit Wahrnehmungsräumen, Beziehungsgefügen und gesellschaftlichen Denk- und Ordnungssystemen. Aus einem Denken in Verbindungen und Wechselwirkungen entstehen material- und ortsspezifische Installationen, in denen sie Beziehungen, Abhängigkeiten und Grenzziehungen untersucht. Dabei interessiert sie das Material ebenso wie Sprache – insbesondere geschriebene und gesprochene Narrative, die als nichtlineare, mehrschichtige Mikro-Narrationen in den Raum treten.

 

Ihre Arbeiten zeichnen sich durch präzise, oft reduzierte Eingriffe aus, die neue Perspektiven auf Selbst- und Raumwahrnehmung eröffnen. In verschiedenen Kollaborationen untersucht sie Strategien und Methoden, wie kollektives Wissen kultiviert wird. Sprache versteht sie dabei als formbares, spielerisches und prozessuales Medium, das Möglichkeiten eröffnet, die Grenzen des Sag- und Denkbaren zu verschieben.

 

Nach ihrem Studium der Fine Arts an der Hochschule Luzern (2018) erhielt Fabienne Immoos u.a. eine Residenz an der Cité Internationale des Arts in Paris, ein Atelierstipendium in Berlin und einen Werkbeitrag des Kantons Schwyz.

 

Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit assistiert sie beim Ausstellungsaufbau, ist Co-Kuratorin eines Offspaces, in verschiedenen Co-Modulleitungen sowie als Betreuerin einer Artothek tätig